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Zukunft des Eifgen

Sehr geehrter Herr Bilstein,

vielen Dank für die Übersendung der Position Ihrer Fraktion zum Thema Eifgen, die ich zwar respektiere, aber nicht teile und Ihnen insofern ebenso „offen“ antworte und Fragen stelle – letztere insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass ich bei allen Besprechungen des Rates und seiner Gremien zum Thema dabei war und nunmehr aus Ihren Ausführungen Dinge entnehmen kann, die zumindest mir bislang nicht bekannt sind:

  1. Mir liegen keine detaillierten Ermittlungen hinsichtlich Kosten für die Sanierung und hier insbesondere den Denkmalschutz vor. Auch liegen mir keine Informationen vor, bis wann – abgesehen vom notwendigen Erhaltungsaufwand der Denkmäler – welche Investitionen zu tätigen sind. Auf Nachfrage hat mir der LVR erklärt, dass in solchen Fällen in Abstimmung mit dem Eigentümer dazu ein für beide Seiten belastbares und realistisches Konzept erstellt würde. An dieser Stelle sei daran erinnert, dass der Denkmalschutz die Jahrzehnte, wo die die Stadt Eigentümer war, seltsamerweise überhaupt keine Rolle gespielt hat.
    Woher kommen also Ihre Erkenntnisse, dass 4 Mio. € binnen kürzester Zeit zu investieren sind?
  2. Planungsleistungen in Höhe von 250 T€ waren bislang in keiner Besprechung Thema. Woher nehmen Sie diese Erkenntnis?
    Als „Zusatzkosten“ wurde in einer der letzten Besprechungen ein sechsstelliger Betrag für den Kauf des alten Bades genannt – auch zur Überraschung der meisten Anwesenden, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass der Verkauf des letzten Freibads durch die Stadt für eine „gute Sache“ zum Preis von 1€ erfolgte, wie ich damals schon in der Besprechung anmerkte.
    Wird jetzt der Kaufpreis für das Freibad durch Planungskosten ersetzt oder noch weiter draufgesattelt, um das Projekt für BowlChurch undurchführbar zu machen?
  3. Das vordere Gelände des Eifgenbades mit den dort befindlichen Gebäuden ist seit 1978 der „Eifgenfreizeitpark“ – ein Gelände für ALLE Wermelskirchener Bürger und nicht nur für die Ökologie. Der ökologisch sensible Bereich beginnt an der Beckenkante und mit dem Ende der Bebauung; das war so und soll so bleiben, aber keinen Millimeter mehr! (Merke: Durch die Aufgabe des Freibads wurde der Umwelt bereits 90% der gesamten ursprünglichen Fläche zurück gegeben – damit sollte es aber auch genug sein!)
    Auf dem Gelände hat es mir erinnerlich Domizile für den Stadtjugendring, die DLRG, den SV 09/35 etc. gegeben, es gab Sommerfeste verschiedener Organisationen wie z.B. der CDU und des Spanischen Kulturvereins, es fanden Zeltlager, Abschlussfeiern und private Feiern statt – aus meiner Sicht Dinge, die durchaus mit den Vorstellungen von Bowl Church vergleichbar sind und dort auch weiter durchgeführt werden sollen.
    Auch das hat sich mit Lärmschutzauflagen vertragen und den Wanderparkplatz gab es immer schon.
    Wer hat eigentlich beschlossen oder festgelegt, dass dies zukünftig alles nicht mehr möglich sein soll? Mir sind dazu keine Beschlüsse oder Verordnungen bekannt!

Abschließend sei noch angemerkt, dass Ihnen in der Zeitabfolge offenbar ein Fehler unterlaufen ist:
Wenn Sie Bowl Church im Eifgen für nicht gelungen halten und einen Antrag stellen wollen, einen alternativen Standort zu finden, wäre die logische Abfolge die, dass Sie diesen Antrag zunächst stellen, dessen Ergebnis abwarten und erst dann ihre Meinung zum weiteren Vorgehen festlegen.

Mit freundlichen Grüßen
Henning Rehse


Foto: Bergischer Geschichtsverein 

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Jugendfreizeitpark die x-te und die „Deutungshoheit“ der Grünen

Die Ausführungen des Ratsmitglieds der Grünen, Kaluscha, im heutigen WGA

zum u.a. Artikel vom 23.08.2019 sind ein Paradebeispiel dafür, wie Grüne inhaltlich und stilistisch „Politik machen“.

Im WGA vom 17.08.2019

WGA, 23.08.2019:

wurde die Sichtweise des Herrn Kaluscha umfänglich dargestellt. Insofern ist seine heutige Kritik am WGA, auch eine andere Meinung zu Wort kommen zu lassen, völlig unverständlich, zeigt aber einmal mehr, wie es die Grünen mit Meinungs- und Pressefreiheit halten, so die geäußerte Meinung der ihrigen nicht entspricht.

Was Herr Kaluscha verschweigt, ist, dass der Jugendfreizeitpark seit Jahren wenn auch an einem anderen Standort fertig gestellt sein könnte, ja wenn nicht die Grünen oft gemeinsam mit ihrem Verbündeten ADFC in Person von Herrn Schopphoff immer neue Versionen und „Visionen“ in Spiel gebracht hätten, nur den jetzigen Standort für akzeptabel erklärt hätten und damit auch die Jugendlichen kirre gemacht haben. Letztendlich haben endlose Prüfaufträge der Grünen und die Ignoranz von Fördermöglichkeiten zu einer jahrelangen Verzögerung geführt.

Ja, und es dürfen und müssen in Zeiten leider leerer Kassen, die Kosten für den Jugendfreizeitpark auch ins Verhältnis zur Zahl der Nutzer und ins Verhältnis zu anderen anstehenden Investitionen im Breitensport gesetzt werden. Kunstrasenplätze, Leichtathletikübungsmöglichkeiten, das neue Hallenbad, die Sicherstellung des Betriebs des Freibads seien hier beispielhaft genannt – und es sei nochmals auch auf die Nutzerzahlen hingewiesen.

Solange die Kosten des Jugendfreizeitparks mit 290.000 € beziffert waren, die ausschließlich durch Fördermittel und Spenden aufzubringen wären, hat die WNK UWG alle Beschlüsse hierzu mitgetragen.

„Ausgestiegen“ ist die WNK UWG aus dem Projekt, als dessen Kosten nach einer „Wünsch-Dir-Was-Veranstaltung“ – auch Workshop genannt – im AJZ Bahndamm im Sommer 2018 auf 718.000 € geschraubt wurden.

In diesem Zusammenhang wurde nochmals vom Rat beschlossen, dass die 30% nicht durch Fördermittel gedeckten Kosten durch Spenden aufgebracht werden müssen.

Diesen Beschluss, den Herr Kaluscha mit gefasst hat, möchte er offenbar jetzt missachten und zusätzlich zu den bereits 70% aus Steuern aufgebrachten Mitteln weitere Steuermittel einsetzen, da die Spenden warum auch immer offenbar nicht so laufen, wie es immer vollmundig verkündet wurde.

Genau dies wird die WNK UWG aber im Lichte der Verhältnismäßigkeit, Gleichbehandlung und im Respekt vor den Nutzern anderer Einrichtungen nicht mitmachen!

Nichtsdestotrotz ermuntert meine Fraktion jedoch alle, denen das Projekt lieb und teuer ist, alle Anstrengungen zu unternehmen, die nunmehr erforderliche Spendensumme zusammen zu bekommen.

Walter Thiel
Sachkundiger Bürger der WNK UWG im Ausschuss für Sport, Freizeit und Tourismus
Im Kämpchen 14
42929 Wermelskirchen

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Mountainbiking

Antrag zur Sitzung des Zukunftsausschusses: „Mountainbiking“

Sehr geehrter Herr Wartmann, lieber Dirk
sehr geehrter Herr Bürgermeister Bleek,

bei seiner Vorstellung im Zukunftsausschuss des RBK hat der neue Geschäftsführer von Das Bergische, Tobias Kelter, ganz deutlich herausgestellt, dass Mountainbiking eines der Hauptthemen für die zukünftige Entwicklung des Tourismus im Bergischen Land wird.

Als Anlage ist mein Projektvorschlag für LEADER beigefügt, der leider bisher nicht tiefer gehend bearbeitet wurde weil er einen Rundkurs durch die 8 Wasserland Kommunen beinhaltete, was wohl zu umfangreich war.

Beim LEADER Prozess gab es ebenfall von Kürtener Seite her Bemühungen um eine Mountainbikestrecke.

Die Fraktion der WNK UWG beantragt daher folgendes:
Die Stadt Wermelskirchen prüft die Realisierung ausgewiesener und ausgeschilderter Mountainbikestrecken auf ihrem Gebiet und strebt eine Vernetzung mit Nachbarkommunen an. Dabei gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Rheinisch-Bergischen-Kreis sowie mit der Tourismusvermarktung Das Bergische.

Begründung:

Bei einer Bündelung der Mountainbikeaktivitäten auf extra dafür ausgewiesenen und ausgeschilderten Strecken werden Konfliktsituationen mit Wanderern, Hunden, Reitern, etc. minimiert.

Aus Sicht des Naturschutzes sensible Bereiche werden geschützt und der Sport kann ohne Ärger mit Förstern und Jägern ausgeübt werden.

Mountainbiking bietet viel Entwicklungspotential im Bereich des Tourismus, ein entsprechendes Angebot steigert die Attraktivität unserer Stadt.

Sofern sich ein Verein oder (gewerblicher) Betreiber findet kann eine Vernetzung mit einem Mountainbikepark (z.B. nach dem Vorbild Bikepark-Winterberg) erfolgen.

Ebenfalls sind Downhillstrecken und sportliche Veranstaltungen denkbar.

Zu prüfen ist ebenfalls inwieweit bestehende und genutzte oder derzeit stillgelegte Einrichtungen wie z.B. das Freibad Dhünn mit einbezogen werden können und mit anderen Freizeitsportlern gemeinsam im Hinblick auf Umkleiden, Toiletten, Parkmöglichkeiten etc. genutzt werden können. Auch wäre ein gastronomisches Angebot am ehemaligen Kiosk des Freibads denkbar.

Hilfe für eine nachfragegerechte Umsetzung eines solchen Projekts könnte z.B. angefragt werden beim Mountainbike TeamRhein Berg www.mtbrb.de , weiteren Vereinen und der Sporthochschule Köln.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Jan Paas
Mitglied des Rates