Menü
 
Drucke diesen Beitrag

Offener Brief: Inkludierte Ampeln in CDU-Ge(h)sprächen

Sehr geehrter Herr Dr. Prusa,

in der Bergischen Morgenpost vom 14.08.2014 werden sie im Artikel „ CDU sucht den Dialog mit den Wermelskirchenern“ auf die Frage nach dem Sinn der beiden Ampeln im Bereich Brückeweg/Eich wie folgt zitiert:
„Den Weg der Inklusion können wir nicht abbrechen. Die Ampeln sind für Sehbehinderte absolut notwendig. Und für die Kinder sind sie ja auch nicht schlecht.“

Gestatten Sie mir die Frage, was sie mit diesem Unsinn der geneigten Öffentlichkeit mitteilen möchten?

Wie sollen eigentlich Ampelanlagen, die mit den Fußgängern weder durch „Klacken“ noch „Piepen“ kommunizieren, für Sehbehinderte notwendig oder auch nur eine Hilfe sein?
Wie viele unnötige Ampelanlagen gedenken Sie denn noch in unserem schönen „Ampelskirchen“ jetzt unter dem Deckmäntelchen der Inklusion ans Netz gehen zu lassen? Vielleicht umfassend am Eiloid Thomas-Mann-Straße / Telegrafenstraße als Ersatz für die dortigen Zebrastreifen, im Verlauf der Telegrafen- und Kölner Straße im Abstand von mindestens 50 Metern, vielleicht am Markt – insbesondere für die Kinder? Überall queren in Wermelskirchen Menschen – mit oder ohne (Seh)Behinderung – Straßen, ohne dass dort Ampelanlagen stehen.
Ist Ihnen bekannt, dass im neuen Bußgeldkatalog die Missachtung eines am Zebrastreifen wartenden Passanten genauso mit 1 Punkt bewehrt ist wie das Überfahren einer roten Ampel?
Ist Ihnen schon einmal der Gedanke gekommen, dass diese beiden Ampeln mit ein Grund dafür sind, dass der Brückenweg als Umfahrung der Telegrafenstraße nicht angenommen wird?
Ist Ihnen entgangen, dass die vor einigen Jahren pressewirksam „gestellte Szene“ mit Kindern aus dem Umfeld des BüFo, die diese Ampeln unbedingt im Zuge ihres Schulwegs nutzen, sich am nächsten Tag ohne Presse in Luft aufgelöst hat, weil die Kinder dann wieder ihren angestammten Weg vor den Bürgerhäusern, entlang des Kreisels und dann über den Zebrastreifen in die Jörgensgasse nutzten?

Mit freundlichen Grüßen
Henning Rehse